Fuenf.

Stabile Seitenlage I

„*Fuenf. Akteure der Stabilen Seitenlage I überraschen sich auf der Bühne mit je einer Figur aus der Theater-Weltliteratur. Aus unterschiedlichen Zeiten und Welten. Aus verschiedenen Stücken. Erschaffen von Autorinnen und Dichtern, die zwischen der Antike und heute gelebt haben!

Im Schmelztiegel von Autoren – und Improvisationstheater werden die Figuren wiederbelebt und in immer neue Umstände geworfen. Sie werden sich verändern, gegenseitig beeinflussen und so ihre ganz neuen Werke schaffen.“

Es improvisieren:
Anton Borrmann
Konrad Demmel
Johanna Engel
Florian Schade
Marla Thermann

Coaching:
Franka Söll

Gestaltung: lautwieleise.de

[als ich can] – ist homo

»es ist, wie es ist- es ist ungeschönt- natürlich und real. es ist anmut der adoleszenz. es ist orakel der vergänglichkeit. es ist imperfektion des analogen- vanitas. es ist herbst. es ist zeit- renaissance. es enthüllt, was gewesen sein wird. es ist laut und es ist leise. es ist aufschrei- ist echo. es ist meisterlich. es ist gut- [als ich can]. es ist hommage- ist homo.«

 

 

Майстер

„Viele Jahre vor diesem Tod wärmte und hegte der Kachelofen im Eßzimmer des Hauses Nummer dreizehn auf dem Alexejewski-Hang die kleine Jelena, den Ältesten Alexej und den winzigen Nikolka. Wie oft wurde an der glutatmenden Kachelwand »Zar und Zimmermann« gelesen, die Uhr spielte eine Gavotte, und Ende Dezember roch es stets nach Tannengrün, auf dessen Zweigen verschiedenfarbiges Paraffin brannte. Gleich nach der bronzenen Spieluhr, die in Mutters – jetzt Jelenas – Schlafzimmer stand, ließ im Eßzimmer die schwarze Wanduhr ihren Turmuhrschlag ertönen. Der Vater hatte sie vor langer Zeit gekauft, als die Frauen noch die komischen Puffärmel trugen. Solche Ärmel trug man jetzt nicht mehr, die Zeit war wie ein Funke verstoben, der Vater, ein Professor, gestorben, die Kinder waren herangewachsen, aber die Uhr war die gleiche geblieben und schlug ihren Turmuhrschlag. Alle hatten sich so an sie gewöhnt, daß, verschwände sie durch ein Wunder von der Wand, es traurig wäre, als sei eine vertraute Stimme gestorben, und den leeren Platz hätte nichts ausfüllen können. Die Uhr war aber zum Glück unsterblich wie Zar und Zimmermann und die holländischen Kacheln, heiß und lebenspendend auch in schwerster Zeit wie ein weiser Fels.“

F R I E D E S U E N D E

fair and sustainable clothing


Collection: Friedesuende – fair and sustainable clothing

Model: Saaskia S.

Ab November verkaufen junge DesignerInnen aus Leipzig und der nahen Umgebung ihre exklusiven Stücke in einem selbst organisierten Laden, im Licht & Möbel-Atelier M. Broy in der Burgstraße 25 in der Leipziger Innenstadt. Es wird Möbel, Einrichtungsgegenstände, Mode, Schmuck, Keramik und Grafik, Spielzeug und andere Kleinigkeiten in einem stetig wechselndem Angebot geben.
Das Team von momentan 10 DesignerInnen freut sich auf Ihren Besuch!

julei – junges Leipziger Design

CARMEN

Dress rehearsal at Club 188

CARMEN – Tragödie, frei nach der Novelle von Prosper Mérimée

„Carmen“ ist nach „Salome“ die zweite berühmt-berüchtigte Frauenfigur der Trilogie „Femme fatale“ der schillerBühne halle. Die von ihr ausgehende Faszination ist von immerwährender Aktualität und ihr sogenanntes unergründliches Geheimnis ist die obskure Verteufelung einer vermeintlich unsichtbaren Macht über den Mann. Dabei werden keineswegs nur erotische Reize als Bedrohung empfunden, auch Intelligenz und Erfolg können zutiefst erschrecken. Die Trennung zwischen Intelligenz und Schönheit ist Gesetz, beides zusammen wird nicht akzeptiert. Carmen, ein Grenzfall, versetzt ihre männliche Umwelt in regelrechte Panik. Um den inneren „Frieden“ wieder zu finden, muss „Mann“ das Übel aus der Welt schaffen! Dabei ist sie einfach nur eine authentische, selbstbestimmte Frau!

In den Rollen: Olga Weyrich, Marcus Bräuer, Heinz Ebersbach, Markus Laich, Uwe Steinbrecher · Buch und Regie: Heidrun von Strauch · Gitarre: Eva-Maria Emmer · Kostüme: Angelika Claus · Foto: Marcus-Andreas Mohr · Plakat: Jana Krupik-Anacker

Veranstaltungsort:
Club 188 (ehemals Kino 188)
Böllberger Weg 188 · 06110 Halle (Saale)

Termine:
10. November 2018 (Samstag), 19:30 Uhr
16. November 2018 (Freitag), 19:30 Uhr
17. November 2018 (Samstag), 19:30 Uhr
18. November 2018 (Sonntag), 18:00 Uhr
22. November 2018 (Donnerstag), 19:30 Uhr
23. November 2018 (Freitag), 19:30 Uhr
24. November 2018 (Samstag), 19:30 Uhr

Kartenverkauf:
• Online · www.t1p.de/schillerbuehne
• Theater- und Konzertkasse · Telefon: 0345 5110777
• schillerBühne halle e. V. · Telefon: 0345 3880474 und E-Mail: info@schillerbuehne-halle.de
• sowie an der Abendkasse

Ticketpreise:
15,00 Euro Vorverkauf
17,00 Euro Abendkasse

 

„Im Außen arbeiten – im Inneren formen!“

wollt´ schon längst mal danke sagen- an Juliane Nitschke

Auszug aus ihrer Laudatio zur VERNISSAGE von „Tanz in der Kunst“ am 21. April 2018 im Lichthaus Halle

„…auch Marcus-Andreas Mohr. Er ist bis heute sehr musikaffin und war schon als Kind auch tanzbegeistert. Marcus-Andreas Mohr ließ sich damals inspirieren von der Fernsehshow „Ein Kessel Buntes“ und kreierte kleine Choreographien, die er der Familie vortanzte. Als Jugendlicher war es Punk, wo er sich durch das Tanzen ausdrücken konnte.

Marcus-Andreas Mohr studierte Design in Halle und Medien & Bildung in Rostock. Er ist freiberuflicher Künstler in der Saalestadt und konzentriert sich auf Fotoarbeiten und Medienprojekte. Seine präsentierten künstlerischen Arbeiten sind hier Fotografien in Form zweier Collagen, welche die Bewegungen des performativen Tanzes in seinen vielschichtigen Verbindungen sichtbar machen möchten. Er begleitete dafür die Performance-Gruppe „nichtsdestotrotz“ in Halle ein Jahr lang bei ihrem Tanz-Projekt zum Thema Wald. Er bekam dadurch einerseits einen emotionalen Zugang zu ihren Ansätzen und andererseits wuchs bei ihm mehr und mehr das Interesse, das Unkalkulierbare, das völlig Freie und das Einmalige jenes Tanzes fotografisch darzustellen.

In seiner fotografischen Collage wählte er die künstlerische Form der Überlagerung von Bewegungssequenzen, die bei einer Tag- und Nachtperformance entstanden. Die choreografischen Forschungen der Performancegruppe und deren Einblick von sich bewegenden Körpern zum bewegten Körper war Intention für Marcus-Andreas Mohr, dies für den Betrachter authentisch zu vermitteln, dass Gefühle hervorgerufen werden können und es als ein Bild zu zeigen. Denn performativer Tanz und seine Arbeit damit ist, wie er selbst sagt: „Im Außen arbeiten, aber im Inneren formen!“