Bild-Text-Band über Erinnerung, Haft und die Spuren eines verschwundenen Ortes.
Erinnerung als Ort. Sprache als Spur.
1987 wurde ich im Alter von fünfzehn Jahren in Halle (Saale) verhaftet und für mehrere Wochen in einer Untersuchungshaftanstalt festgehalten.
Fast vier Jahrzehnte später kehre ich mit Kamera und Sprache an die Orte dieser Erfahrung zurück. Aus Fotografien, Erinnerungen und literarischen Fragmenten entsteht eine künstlerische Ortsbegehung zwischen persönlicher Geschichte und gesellschaftlicher Erinnerung.
#verhaftet – Eine Ortsbegehung ist weder autobiografischer Bericht noch historische Dokumentation. Das Projekt bewegt sich im Spannungsfeld von Bild und Text, Gegenwart und Vergangenheit, Erinnerung und künstlerischer Reflexion.
Die Fotografien zeigen Räume, Spuren und Landschaften. Die Texte folgen den Brüchen, Leerstellen und Nachwirkungen einer Erfahrung, die mein Verständnis von Freiheit, Macht und Selbstbehauptung bis heute prägt.








Gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

